Diese Fenster sind nun 40 Jahre alt, die gehören definitiv ausgetauscht. Klang für mich sehr plausibel. Zu gern hätte neue Fenster, zumindest im Schlafzimmer, wo alles so schön neu gemacht wurde, setzen lassen. Ungern würde ich zwei drei Jahre später, dann doch noch mal damit anfangen wollen, alles auseinandernehmen zu müssen.
Nicht so mein lieber Ehemann! Unser Baugutachter erklärte uns, dass diese Fenster möglicherweise noch zu gebrauchen sind und nur die Dichtungen gewechselt werden müssten. Das sei häufig so der Fall.
Definitiv ja, war zumindest meine Meinung und auch die verschiedener Handwerker.
So drehten wir ein paar Runden, bis ich irgendwann meinen Wunsch erfüllt bekommen sollte. Wir beschlossen das neue Fenster, das wir dem Vorbesitzer abgekauft hatten, einzubauen. Doch dann stellten wir irgendwann fest, dass die Maße dann knapp doch nicht passten.
Also gut – so wurde ich dann von unserem Lieblings-Handwerker und meinem Mann überzeugt, dass das 40 Jahre alte Fenster wirklich durchaus noch zu gebrauchen sei und man alles wieder hübsch und sauber bekäme. Da war ich wirklich sehr skeptisch aber wa blieb mir übrig, so willigte ich dann mit viel Gebrummel ein und fügte mich den Gegebenheiten.
So hatten wir einen Sonntag lang zu tun, das Fenster wieder sauber zu bekommen. Die Scheiben wurde ausgebaut und von Innen und Außen mit sämtlichen Rahmenflächen gründlich gereinigt. Grob „vorgesäubert und eingeweicht“ hab ich die Rahmen mit einen Reiniger, der mir vom Fensterspezialisten empfohlen wurde. Richtig sauber hab ich die Rahmen aber dann erst mit einem Schmutzradierer bekommen. Für die Reinigung der Fugen und sämtliche Ritze überzeugte mich der Einsatz einer guten Zahnbürste. Die Kooperation dieser Reinigungshelfer haben mir geholfen, fast Spaß an dieser Arbeit finden zu können. Mit dem Ergbenis war ich jedenfalls erstmal zufrieden.
Frank`s Aufgabe brauchte nicht nur viel Zeit und Geduld, sondern auch handwerkliches Geschick. Er war dafür verantwortlich die Dichtungen am Rahmen und am Fenster zu entfernen, auf die neuen Dichtungsgummis vorzubereiten und dann die neuen Dichtungen anzubringen. Das gelang ihm ganz gut, nicht zu letzt, weil ich ihm auch zwei ganz hilfreiche Werkzeuge besorgt hatte. Ohne diese hätte der ganz Prozess noch viel viel länger gedauert.
Aber am Abend waren wir glücklich und zufrieden, denn die Fenster waren geputzt und die Dichtungen neu angebracht und die Fenster wieder da, wo sie hingehören. Der abschließende „Schließtest“ brachte meinem Mann ein zufriedenes Grinsen aufs Gesicht und mir natürlich auch. :-))
Noch nicht so zufrieden bin ich mit den Scharnieren, dem Handlauf für den Rolladen und alles was so um das Fenster drumherum noch so ist. Aber hier ist es kein Dreck sondern Abnutzung. Mal sehen, mit welcher Farbe, ich auch das noch wieder zum Glänzen bringen kann.









Und nun versuche ich die Frage noch zu beantworten, ob Kunststofffenster mit 40 Jahren zu alt sind:
Aktuell muss ich zugeben, ich hätte nicht gedacht, dass sie wieder so sauber werden, wieder prima dicht schließen und sich dank Frank`s handwerklicher Kur auch wieder leichtgängig öffnen und schließen lassen. Auf jeden Fall bin ich auch dankbar, dass wir das Fenster retten konnten und es nicht auf den Müll fliegen musste. Ob es noch mal 40 Jahre hält? Wer weiß das schon :-))!

